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Über

Die Nationale Kontaktstelle für Geistiges Eigentum und Wissensvalorisierung (NCP-IP)

Wer wir sind

Der NCP-IP wurde per Beschluss der Bundesregierung am 2. März 2010 auf Basis der EU IP-Recommendation im BMFWF gemeinsam mit dem BMWET und dem BMIMI eingerichtet.

Als interministerielle Plattform koordiniert die Kontaktstelle Wissenstransferaktivitäten auf nationaler Ebene, pflegt Kontakte mit vergleichbaren Einrichtungen in den Mitgliedstaaten und vertritt Österreich in den entsprechenden europäischen Gremien. Die Umsetzung der Europäischen Agenden und Richtlinien zur Valorisierung von Wissen spielt dabei eine zentrale Rolle.

In der operativen Umsetzung wird der NCP-IP durch die fachliche Expertise der Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws) und der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) unterstützt.

Warum es uns gibt

Der optimale Austausch von Wissen ist essenziell, um im globalen Wettbewerb erfolgreich bestehen zu können. Damit Forschungsergebnisse rasch und effizient verwertet und in Innovationen umgewandelt werden können, muss der Transfer von Wissen, Technologien und Know-How zwischen öffentlichen Forschungseinrichtungen, den Hochschulen und dem privaten Sektor optimal funktionieren. Das Konzept des Technologietransfers ist heute im breiteren Verständnis der Wissensvalorisierung aufgegangen, welches ein breites Verständnis von Vermögenswerten und deren gesellschaftlichen Nutzen in den Blick nimmt.

Um Forschungsergebnisse in Zeiten von multiplen Krisen und großen globalen Herausforderungen wirkungsvoll umsetzen zu können, braucht es im Sinne dieser Valorisierung ein breiteres Verständnis darüber, wie Wissen sozial und ökonomisch nutzbar gemacht werden kann. Dieser Ansatz bezieht daher alle Akteur:innen des Forschungs- und Innovationsökosystems ein und berücksichtigt bereits bei der Entstehung von Wissen alle Arten geistiger Vermögenswerte, weit über Technologie und Schutzrechte hinaus.

Zu den wichtigsten Zielen zählen:

  • Professionalisierung des Wissenstransfers in Österreich: durch die gezielte Weitergabe von relevantem Wissen und Tools zu geistigen Vermögenswerten und Wissensvalorisierung
  • Aktuelles Wissen verfügbar machen: Entwicklungen, Trends,Tools, Unterstützungsmaßnahmen und Good-Practice-Beispiele
  • Verhandlungsprozesse optimieren, etwa durch moderne, kommentierteVertragsmuster
  • Open-Innovation-Prozesse unterstützen mit einer umfassendenInformations- und Werkzeugsammlung
  • Netzwerke erweitern und pflegen – national und auf EU-Ebene
  • Interministeriell abstimmen zu einschlägigen internationalenund nationalen Initiativen und Strategien sowie Koordination der operativen Umsetzung durch die Agenturen

Schwerpunkte und Umsetzung

Zwei Themen bilden derzeit besondere Schwerpunkte der Arbeit des NCP-IP. Ein besonderes Anliegen ist es, Frauen im Bereich geistiges Eigentum und Wissensvalorisierung sichtbarer zu machen und gezielt zu unterstützen. Der zweite Schwerpunkt liegt auf der Umsetzung der Europäischen Kodizes zur Wissensvalorisierung – zu den Themen „Verwaltung geistiger Vermögenswerte", „Normung/Standardisierung", „Zusammenarbeit von Industrie und Wissenschaft" und „Bürger:innenbeteiligung" werden aktuell konkrete Maßnahmen erarbeitet. Dabei vernetzt sich der NCP-IP eng mit nationalen und europäischen Expert:innen.

Die Umsetzung der strategischen und operativen Ziele des NCP-IP erfolgt in einer Reihe von Projekten und Maßnahmen, die regelmäßig evaluiert und überarbeitet werden. Drei Aktivitäten stehen im Zentrum: