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Schwerpunkte

Was wird unter Valorisierung von Wissen verstanden?

Stand früher der klassische Technologietransfer im Fokus, so wird aktuell über »Knowldge Valorisation« gesprochen. Das Ziel einen möglichst hohen sozialen und ökonomischen Nutzen durch unterschiedlichste Formen der Verwertung zu erreichen, steht dabei im Zentrum. Dabei steht auch der Austausch von Wissen in alle gesellschaftlichen Richtungen und mit unterschiedlichsten Akteur:innen zunehmend im Vordergrund. 

Der in den letzten Jahren immer zentraler gewordene Begriff Knowledge Valorisation wird ins Deutsche als Wissensvalorisierung übersetzt. Er beschreibt den Prozess der Schaffung von sozialem und wirtschaftlichem Wert aus Wissen, indem verschiedene Bereiche und Sektoren miteinander verknüpft und Daten, Know-how und Forschungsergebnisse in nachhaltige Produkte, Dienstleistungen, Lösungen und wissensbasierte Politiken umgewandelt werden.

Der Begriff hat sich in den letzten Jahren im Rahmen der Forschungs- und Innovationspolitik der Europäischen Union etabliert, um die Umsetzung von Forschungsergebnissen in konkrete Vorteile für Wirtschaft und Gesellschaft zu fördern. Im Gegensatz zum traditionellen Wissenstransfer, der sich oft auf Technologie und Kommerzialisierung konzentriert, umfasst die Wissensvalorisierung einen breiteren Ansatz, der auch soziale und ökologische Aspekte berücksichtigt. 

https://research-and-innovation.ec.europa.eu/research-area/industrial-research-and-innovation/eu-valorisation-policy/knowledge-valorisation-platform/guiding-principles-knowledge-valorisation-and-implementing-codes-practice_en

 

Die Europäische Kommission hat vier Codes of Practice für die Wissensvalorisierung entwickelt, um die Umsetzung der Leitprinzipien zu unterstützen. Diese Codes sind:

  1. Code of Practice on the Management of Intellectual Assets: Dieser Code bietet Richtlinien zur effektiven Verwaltung von Intellektuellen Vermögenswerten, um den sozioökonomischen Nutzen zu maximieren.
  2. Code of Practice on Standardisation: Dieser Code betont die Bedeutung von Standardisierung als Kanal zur Ausbeutung von Wissen und fördert die Beteiligung von Forschenden an Standardisierungsprozessen.
  3. Code of Practice on Industry-Academia Co-creation: Dieser Code fördert die Zusammenarbeit zwischen Industrie und Wissenschaft, um gemeinsam innovative Lösungen zu entwickeln.
  4. Code of Practice on Citizen Engagement: Dieser Code legt den Fokus auf die Einbindung von Bürgerinnen und Bürgern sowie der Zivilgesellschaft in die Entwicklung und Umsetzung innovativer Lösungen.

Diese Codes sollen die Implementierung der Leitlinien für die Wissensvalorisierung auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene unterstützen.

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