Forschung braucht eine breite Basis und Unterstützung aller Stakeholder:
Strategien zur Einbindung von Bürgerinnen und Bürger in Forschung
Der Code of Practice on Citizen Engagement for Knowledge Valorisation ist ein praxisorientierter Leitfaden der EU, der beschreibt, wie Bürgerinnen und Bürger systematisch und wirkungsvoll in Forschungs- und Innovationsprozesse eingebunden werden können. Die Einbindung von Bürgerinnen und Bürgern ist wichtig, unter Anderem um die gesellschaftliche Relevanz, Akzeptanz und Verwertung von Forschungsergebnissen zu erhöhen.
Durch die Umsetzung dieses Leitfadens kann es gelingen, die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern von Forschungsergebnissen inklusiv und zielgerichtet zu gestalten gestaltet. Forschungsergebnisse werden dadurch gesellschaftlich relevant und sind besser verwertbar.
Konkrete To-Dos für Organisationen und Forschende:
- Strategie und Planung: Entwicklung einer Citizen-Engagement-Strategie mit klaren Zielen, Zielgruppen und einer Roadmap für die Beteiligung.
- Vielfalt und Inklusion: Sicherstellen, dass unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen eingebunden werden und Barrieren für die Teilnahme abgebaut werden.
- Methodenauswahl: Passende Beteiligungsmethoden (z.B. Workshops, Online-Plattformen, Bürgerforen) auswählen und Expertise aufbauen.
- Transparenz und Kommunikation: Erwartungen, Rollen und Ergebnisse klar kommunizieren; Beiträge der Bürger anerkennen.
- Evaluation und Feedback: Wirkung und Qualität der Beteiligung regelmäßig messen und Prozesse anpassen.
- Konfliktmanagement: Mechanismen für das Management von Erwartungen und zur Konfliktlösung etablieren.
Praktiker:innen können den Code nutzen, um:
- Beteiligungsprozesse frühzeitig und strukturiert zu planen.
- interne Kompetenzen für Bürger:innenbeteiligung aufzubauen.
- die gesellschaftliche Wirkung und Akzeptanz ihrer Forschung zu erhöhen.
- Förderfähigkeit und Sichtbarkeit von Projekten zu stärken.
- Risiken durch klare Erwartungen und Konfliktmanagement zu minimieren.